Mittwoch, 9. September 2009

PCP - Lache und die Welt weint mit dir (REVIEW)

Nach der ersten Videoauskopplung "Weisse Scheisse" wurde auch ich endlich aufmerksam, auf das frische und gleichnamige Label des Freiburger Newcomers JAW. Nachdem Veröffentlichungen wie Rynerr's LP "Symptome", oder auch die "Menschenfeind" EP von Hollywood Hank & JAW, mit sehr guten Kritiken bei der HipHop-Community wegkamen, kommt nun PCP um die Ecke.

Der Titel der Scheibe ist "Lache und die Welt weint mit dir" und nach dem vierten Durchlauf der CD könnte man den Sound nicht besser zusammenfassen. Ob soulige Samples, knarzende Synthies oder brachiale E-Gitarren: Es funktioniert. Die Crew um JAW schafft es auf voller Länge zu überzeugen und verwöhnt den Hörer mit einer sehr runden Produktion und Texten, die vielleicht nicht jedem aus voller Seele sprechen, aber durchaus zu unterhalten wissen. Thematisch beschränken sich die Jungs auf ein enges Feld: Alkohol, Weltuntergang, Pech und den gewohnten Menschenhass mit einer Prise Gleichgültigkeit. Das mag nun nach einer totdepressiven Platte klingen, so ist es aber nicht. Gerade die sich durch das Album ziehende Scheiß-egal-Einstellung macht die Musiker so sympathisch. So scheinen zwischen den sehr überzogenen Zeilen eben immer wieder persönliche Fakten über die vier Künstler durch. Hervorzuheben ist da vor allen Dingen JAW'`s Leistung auf "Harter Tag", bei der ich wirklich einen Kloß im Hals hatte.

Die Features von Hollywood Hank, Me$$age und Peter Maffya fügen sich nahtlos in die Arbeit von Rynerr, JAW, Private Paul (der aus dem Kollegah-Battle), Maexer und DJ Toma ein und runden das Gesamtprodukt noch ein wenig ab. Auch den den Produzenten habe ich ausnahmsweise mal nichts zu meckern.

Anspieltipps: Punkrockbaby, Lache und die Welt weint mit dir, Harter Tag, Rinderbraten & Engelsstaub

Am meisten hängen geblieben: "Ich geb so kein' Fick, ich flieg im Puff raus" - Private Paul

Großes Kino!

4/5

Gruß, euer Hans.

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